Boden-Wiki

Das Boden-Wiki ist eine Kombination aus Inventarverzeichnis, allgemeiner Dokumentation und Darstellung des Ensembles sowie einer virtuellen Navigation im Objekt. Sie wurde entwickelt von Lisa Otto (Reichel) als Seminararbeit, die sie im Jahr 2012/13 im Rahmen ihres Restaurierungsstudiums an der Hochschule für Bildende Künste Dresden angefertigt hat. Es befindet sich derzeit noch im Stadium der Entwicklung. Die folgenden Darstellungen sind daher als Zielbeschriebungen zu verstehen.

Das Boden-Wiki dient der Erfassung von Objekten und Objektzusammenhängen, verknüpft alle verfügbaren Informationen zum Gesamtobjekt und seinen Teilen und erschließt sie übersichtlich. Damit schafft es Grundlagen für die wissenschaftliche und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Objekt, aber auch seinen Unterhalt und Betrieb. Sie ist ein Tool, das anwendbar ist für verschiedenartige Objekte im Bereich Museum und Denkmalpflege und also nicht beschränkt auf das HausBoden.

Digitalisierung der Sammlung

Um mit den Beständen arbeiten und das vielfältige Potential der Dinge wecken zu können, muss die Sammlung HausBoden digitalisiert werden. Diese Arbeit wird als nächstes in Angriff genommen, und es gibt hierzu erste Überlegungen.

Baukasten für Boden-Wikis im Kulturbereich

Die Entwicklung des Boden-Wiki steht derzeit noch vor mehreren technischen Herausvorderungen. Es ist das Ziel, in der Anwendung auf das HausBoden eine Art Baukasten zu entwickeln, der

  • Hinweise zur benötigten Hard- und Software enthält,
  • eine oder mehrere grundsätzliche Strukturen sowie Möglichkeiten anbietet, diese den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen,
  • eine Eingabemethode zur Verfügung stellt, mit der der Aufbau, die Befüllung und die Fortentwicklung unkompliziert durchführbar sind, und
  • Vorschläge für die kontinuierliche´Betreuung macht.

Wie und wo wird die Datenbank angelegt?

Da es sich beim Boden-Wiki auch um Bestandsdokumentation im Sinne von Inventarverzeichnissen handelt, muss die absolute Sicherheit der Daten gewährleistet sein. Sie sind auf nicht direkt mit dem Internet verbundenen Speichermedien abzulegen. Zu klären ist, wie für die öffentliche Zugänglichkeit und für das Arbeiten an der Datenbank Online-Versionen aufgestellt und das Verfahren des kontinuierlichen Abgleichs zwischen der Offline- und der Online-Version festgelegt werden können. Außerdem müssen regelmäßige Sicherungskopien und die Möglichkeit eines regelmäßig zu aktualisierenden Ausdrucks (Inventarbuch) eingerichtet werden.

Weitere Struktur-Elemente

Derzeit sind bereits verschiedene Elemente zur Gestaltung der Datenbank verfügbar. Einzelne Elemente (wie etwa sortier- und filterbare Tabellen) müssen noch angelegt werden.

Eingabe-Editor

Bisher ist die Eingabe eher aufwendig, da eine spezielle Sprache beachtet werden muss. Anzustreben ist ein so genannter WYSIWYG-Editor („What you see is what you get“). Zurzeit wird ein solcher Editor nicht frei verfügbar angeboten. Es soll ein Editor entwickelt werden, der sich auf die Anforderungen im museal-denkmalpflegerischen bzw. wissenschaftlich-künstlerischen Bereich konzentriert und der über das HausBoden hinaus die Arbeit mit Wiki-Tools für den Kulturbereich nutzbar macht.

Kontinuierliche Betreuung

Eine komplexe Datenbank benötigt eine kontinuierliche inhaltliche und technische Betreuung. Zum Beispiel kann es auf Grund von Software-Aktualisierungen immer wieder zu Komplikationen kommen. Deren Überwindung ist nur mit einem soliden IT-Support möglich, der bei der Anlage einer Datenbank mit geplant werden muss. Außerdem entwickeln sich Datenbanken inhaltlich weiter. Die Begleitung dieser Prozesse ist ebenfalls von Anfang an anzulegen. Für beide Aspekte muss ggf. eine regelmäßige Schulung der mit der Datenbank arbeitenden Mitarbeiteinnen und Mitarbeiter geplant werden.